Der erste Satz zieht einen hinein. Der letzte lässt einen nicht los.
Oslo im März, kurz nach sechs: eine Stunde, die zwischen Nacht und Morgen noch keinen Namen hat. Im Kanal treibt etwas, das aussieht wie Treibgut – bis eine Hand aus dem Wasser ragt, die Handfläche nach oben, als warte sie auf etwas, das sie nie bekommen hat. Ein Jogger findet die Leiche. Kein Ausweis, keine Geschichte, kein Name. Nur eine Tote im kalten Wasser und eine Stadt, die weiterschläft, als wäre nichts geschehen.
Magnus Olsen, siebenundvierzig, Leitender Kriminalkommissar, übernimmt den Fall. Er ist kein Ermittler, der lauter wird – er ist einer, der bleibt. Der die Akten dreimal liest. Der auf den einen Satz achtet, der zu glatt ist, und auf die Lücke daneben, die sonst niemand bemerkt. Was für die anderen ein Routinefall ist, wird für ihn zur ersten losen Faser eines Gewebes, das viel weiter reicht als dieser eine Morgen am Kanal.
Denn STRÖMUNG beginnt nicht in Oslo. Es beginnt 1987, in einem Archivkeller in Bergen: Ein Mann zieht eine als Unfall geschlossene Akte aus dem Regal, entdeckt einen durchgestrichenen Namen, der dort nicht stehen dürfte – und hört Schritte auf dem Beton, die genau vor seiner Tür stehen bleiben. Was in dieser Nacht geschieht, ist der Ursprung von allem. Achtundzwanzig Jahre nehmen hier ihren Anfang. Magnus ahnt es noch nicht.
Elias Winter erzählt langsam, präzise, unerbittlich – Nordic Noir, wie es sein soll: novembergrau, still, unter der gepflegten Oberfläche brodelnd. Kein Effekt, kein Blut um des Blutes willen. Stattdessen ein Sog. Die Wahrheit liegt hier nie in der Vergangenheit – sie treibt mit dir, Seite für Seite, dem Grund entgegen.
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20 Bände · Nordic Noir · Elias Winter · Coming Soon
»Er hat zwanzig Fälle gelöst. Seinen eigenen nie.«
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